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SAV Krenbauer | Telefon: 08102-80154-20

4.57 4 SCHWEISSZUSATZWERKSTOFFE info THERMISCHES SPRITZEN Steigerung von Produktivität und Leistungen technischer Anlagen und Maschinen erhöhen zwangsläufig die Beanspruchung von Segmenten oder Bauteilen. Deshalb müssen die hoch beanspruchten gefähr- deten Oberflächen durch Thermisches Spritzen geschützt oder so verändert werden, dass sie hohen Belastungen standhalten. Grundlagen Dies ist bei der Fertigung und der Auswahl der Beschich- tungswerkstoffe zu berücksichtigen, um die Folgekosten durch mögliche Maschinenausfälle gering zu halten. Ebenso führt die allgemeine Rohstoffknappheit dazu, dass Maschinenteile aus solchen Materialien gefertigt werden müssen, die in der Menge ausreichend vorhanden sind, den Ansprüchen in der Praxis aber nicht genügen. Diese Maschinenteile bekommen eine geeignete Ober- flächenbeschichtung, die den verwendeten Grundwerkstoff so schützt, dass die gewünschten Anforderungen erfüllt werden können. Das thermische Spritzen hat in den vergan- genen Jahren sowohl in der Neuteilfertigung als auch bei Reparaturen eine immer größere Bedeutung gewonnen. Mit dem thermischen Spritzen besitzt die Oberflächen- beschichtungstechnik ein Verfahren, das viele positiven Eigenschaften vereint. Die Gründe dafür liegen in den besonde- ren Merkmalen dieser Technologie: Es besteht eine große Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten von Grundwerkstoffen mit Schichtwerkstoffen Rohstoffknapp- heit und damit verbundene Verteuerung zwingen die Industrie dazu, wertvolle Werkstoffe gezielt zur Erzeugung hochwertiger Oberflächen einzusetzen, die die benötigten Eigenschaften ge- genüber dem einfachen Grundwerkstoff haben. Durch die Flexibilität des Thermischen Spritzens bestehen vielfältige Möglichkeiten für die Reparatur hochwertiger ver- schlissener Teile. Die geringen Reparaturkosten und die relativ kurzen Ausfallzeiten sind gravierende Vorteile gegen- über anderen Instandsetzungsverfahren. Unter dem Begriff „Thermisches Spritzen“ sind unterschiedliche Spritzverfahren zusammengefasst. Sie werden entsprechend DIN 32530 un- terteilt nach der Art des Spritzzusatzwerkstoffes, der Fertigung oder des Energieträgers. Abgrenzungen der Thermischen Spritzverfahren Die einzelnen Thermischen Spritzverfahren konkurrieren in ihrer Anwendung nicht miteinander, sondern sie ergän- zen sich durch ihre spezifischen Verfahrenseigenschaften. Alle Thermischen Spritzverfahren benötigen zur Erzeugung von Spritzschichten zwei Energiearten: Die thermische und die kinetische Energie. Die Energieträger sind zum heutigen Zeitpunkt die Brenngas-Sauerstoff-Flamme, der elektrische Lichtbogen, der Plasmastrahl und neuerdings der Laser- strahl. Die thermische Energie wird benötigt, um den Spritz- zusatzwerkstoff an- oder aufzuschmelzen. Die kinetische Energie, gekoppelt an die Partikelgeschwindigkeit beein- flusst die Dichte der Schicht, die Haftzugfestigkeit der Spritz- schicht in sich und die Haftzugfestigkeit der Schicht zum Grundwerkstoff. Die kinetische Energie ist bei den einzelnen Verfahren des Thermischen Spritzens sehr unterschiedlich und zusätzlich noch vom Spritzmaterial und der Partikel- größe abhängig. 44 5 Wir unterscheiden folgende Spritzverfahren: Flammspritzen mit Draht oder Stab Flammspritzen mit Pulver Kunststoff-Flammspritzen Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen (HVOF) Detonationsspritzen Plasmaspritzen Laserspritzen Lichtbogenspritzen Kaltgasspritzen Plasmaauftragsspritzen mit Pulver unter übertragenem Lichtbogen (PTA) Vorteile des thermischen Spritzens: jedes Material läßt sich beschichten und bespritzen keine thermische Veränderung unabhängig von Bauteilgröße und Geometrie exzellente Automatisierbarkeit des thermischen Spritzprozesses hervorragende Reproduzierbarkeit hohe Maßgenauigkeit hoher Qualitätsstandard In der Spritzschicht sind mehrere Elemente enthalten und können miteinander kombiniert werden (z.B. Cr, Ni, Karbide usw.) Ausführliche Informationen zum Thema „Thermisches Spritzen“ erhalten Sie von Ihrem -Fachberater

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