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SAV Krenbauer | Telefon: 08102-80154-20

5.10 ARBEITSSCHUTZ 5 Persönlicher Arbeitsschutz (PSA) beim Schweißen Risiken und Gefahren beim Schweißen: Das Schweißen birgt permanente Risiken, sowohl für den Schweißer, als auch für die Personen, die um ihn herum sind (den Schweißerhelfer, Mitarbeiter oder alle, die sich in der Nähe des Schweißvorganges aufhalten). Viele Körperteile müssen gegen Strahlung, Hitze, Spritzer, Rauche und Gase geschützt werden. Nur wenn sich die an den Arbeiten beteiligten Mitarbeiter der Risiken bewusst sind und wissen, welche Körperregi- onen Schutz erfordern, kann das Schweißen in Sicherheit ausgeführt werden. Im Allgemeinen birgt das Schweißen folgende Risiken: • Durch ultraviolette Strahlung (100–400 nm) beim Schweißen kann es zu einer „Verblitzung“ kommen und dadurch zu einer Hornhautent- zündung (Photokeratitis), die sehr schmerzhaft und im allgemeinen mit mehreren Arbeitsfehltagen verbunden ist. Hinzu kommt, dass UV-Strahlung zum irreversiblen Grauen Star (Katarakt) im mensch- lichen Auge führen kann. • Intensives sichtbares Licht verursacht Blaulichtgefährdung (Photo- retinitis) und Netzhautverbrennungen, die dauerhafte Schäden hinter- lassen können. Sehr intensives sichtbares Licht kann außerdem entzün- dete und rote Augen (Augenschmerzen) verursachen. • Durch infrarote Strahlen können irreversible Netzhautverbrennungen und Grauer Star entstehen. • Beim Schweißen bilden sich Rauche und Gase wie CO, CO2 , O3 , NOx. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der ZnO (Zinkoxid)- Rauch, der das so genannte „Metallrauchfieber“ auslösen kann. Die genaue Zusammensetzung der Atmosphäre hängt sehr stark von dem jeweils angewandten Verfahren und den verwendeten Materialien ab. Es wird empfohlen, die Datenblätter über Materialsicherheit zu konsultieren, um sich über die Risiken bezüglich jedes spezifischen Verfahrens zu informieren. • Verbrennungen durch Kontakt oder durch fliegende, geschmolzene Partikel, wie Schlacke. • Schnittwunden, verursacht durch fliegende Metallpartikel oder bei der Bearbeitung von Blech und dem Hantieren mit den Geräten. • Stürze. • Stromschläge. Die Vielfalt der Risiken erfordert speziellen Schutz für jeden Bereich des Körpers,der diesen Gefahren ausgesetzt ist: • Der Kopf, insbesondere die Augen (Schweißerhelme oder Schutzbrillen benutzen). • Die Atemwege (mit filtrierenden Feinstaubmasken und luftunterstützten Atemschutzgeräten). • Die Hände (Schutzhandschuhe). • Der Körper (spezielle, feuerfeste Kleidung und Absturzsicherungen). Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für die individuell angewandten Verfahren: Das Schweißen ist eine in der Industrie weitverbreitete Technik. Die spezifischen Bedingungen jedes Schweißverfahrens erfordern individuell abgestimmte PSA-Produkte: • Sicher und von hoher Qualität. • Ergonomisch (Gewicht, Ausgewogenheit). • Flexibel und vielseitig. • Ökonomisch. • Einfache Handhabung. • Modernes Design. • Robust. Kriterien nach denen Sie Ihre Ausrüstung auswählen: • Analysieren Sie sorgfältig Ihre Arbeitsbedingungen mit Rücksicht auf den Einsatzort, das Schweißverfahren und auf andere Personen, die den Risiken ausgesetzt sind. • Berücksichtigen Sie die Besonderheiten, die mit der angewandten Schweißme- thode zusammenhängen; beim WIG-Schweißen benötigt man z.B. beide Hände. • Beachten Sie, dass bei engen Raumbedingungen schwächere Lichtverhältnisse herrschen und die Konzentration der Gase und Rauche höher ist. Grundausrüstung für den Schweißerhelfer: • Spezielle Schutzhelme, Visiere oder Schutzbrillen: Auswahl je nach der zu verrichtenden Arbeit und dem erforderlichen Schutz. • Schutzhandschuhe: Aus Leder oder Metall oder einer Verbindung von beiden je nach Grad des erforderlichen Schutzes. • Kleidung: Klassisch oder Nomex-Gewebe, abhängig von der Hitzeentwicklung. • Atemschutz: Filtrierende Feinstaubmasken oder luftunterstützte Atemschutzgeräte je nach Art und Konzentration der Kontaminationsstoffe. • Hitzeresistente Stiefel mit rutschfesten Sohlen. Grundausrüstung für den Schweißer: • Schweißerhelm: Optoelektronischer Helm oder traditioneller Schweißerschutz je nach Arbeitsbedingungen. • Schutzhandschuhe: Aus Leder oder Metall oder einer Verbindung von beiden je nach Grad des erforderlichen Schutzes. • Kleidung: Aus Stoff oder Leder, je nachdem, welches Schweißverfahren angewandt wird und welche Arbeiten verrichtet werden. • Atemschutz: Filtrierende Feinstaubmasken oder luftunterstützte Atemschutzgeräte je nach Art und Konzentration der Kontaminationsstoffe. • Hitzeresistente Stiefel mit rutschfesten Sohlen. document.indd 10 11/14/2012 11:22:23 AM

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